Und – Schnitt!!

ausgemustert

Eingang zu Musiker-Proberäumen in den Hinterhöfen eines kleinen Gewerbegebietes in München.

Warum „out of commission“, also in etwa „kaputt“, „außer Betrieb“, „nicht funktionierend“? Nun, weil mein Berufs- und auch Privatleben solch heftige Erschütterungen mit anschließender Zersetzung erfahren hat, dass mir an einem bestimmten Punkt nurmehr der „geordnete“ Rückzug in die Fragmente des einstigen Sozialstaates blieb. Nach etwa vier Jahren Kampf mit Behörden, Versicherungsträgern und häufig auch dem privaten Umfeld bleibt mir als vorläufige Schlußfolgerung eben nur die reichlich säuerliche – um nicht zu sagen zynische – Einschätzung, das „nicht mehr erwerbsfähig“ in unseren westlichen Gesellschaften gleichzusetzen ist mit „kaputt“, „außer Betrieb“, ja turbokapitalistischer Sondermüll. Wer nicht arbeitet, wird aufgrund mangelnden Budgets für gesellschaftliche Teilhabe zum Gespenst – und keiner hat gern Gespenster um sich. Mit nochmal anderen Worten: Wer nicht arbeitet, soll auch nicht leben, er darf im D-Land des 21. Jahrhunderts bestenfalls überleben – aber selbst dieser Zustand ist weit davon entfernt, als „gesichert“ betrachtet werden zu dürfen. Vielmehr deuten die aktuellen Tendenzen in Wirtschaft und Sozialpolitik darauf hin, den Überhang an Gestrauchelten so schnell wie möglich loszuwerden. Dafür scheint fast jedes Mittel recht, sofern es in die Wahrnehmung der noch Erwerbstätigen vom Leistungsempfänger als pauschaliertem Sozialbetrüger passt, der sich auf Kosten der Tüchtigen ein Dasein der faulen Sorglosigkeit erschleicht (wir, die Abgehängten, sind ja „useless eater“ [nutzlose Kostvernichter], wie manch Zeitgenosse neoliberaler Prägung die restlichen 99% gern bezeichnet). Ich verzichte an der Stelle auf das Verlinken mit existierenden und mannigfaltig gelesenen Quellen, denn: Wer Augen hat zu sehen, der sieht. Alle anderen werden nicht müde Argumente zu finden, die ihnen den Erhalt der Wahrnehmung „ich bin fleissig, ihr seid faul“ gewährleisten. Anders gesagt: Meine Erfahrungen mit den Berichten der wachsenden Zahl ähnlich Betroffener zu untermauern scheint auf taube Ohren zu stossen, ist somit vergebliche Liebesmüh‘.

Man sagt mir nach, ein Kämpfer zu sein. Angeblich habe ich mir sogar den Weg ins Leben hart erkämpft, da schon in den ersten Lebenswochen mit potentiell lebensbedrohlichen Erscheinungen konfrontiert, die mir einen kleinen Vorgeschmack auf das geben sollten, was seither ununterbrochen anhielt: Beinharter Überlebenskampf, Tag für Tag.

Ob und wie es nun weitergehen kann, das wird sich finden müssen. Dieser Blog ist dazu gedacht, hie und da in loser Folge ein Schlaglicht auf das „Leben“ abseits der „glückssüchtigen“ Gesellschaft zu werfen. Zur Regelmässigkeit will ich mich nicht verpflichten lassen. Wenigstens einen Vorteil soll das gesellschaftliche Abseits haben: Ich tue das wenige, das noch geht, wann ich will. Wer sich dafür interessiert, was ich bisher so gemacht habe oder im Rahmen des möglichen noch tue, findet Inhalte meines vorherigen Berufslebens hier und meines jetzigen Zeitvertreibs da.

Hinweis für Datenschützer oder Abmahn-Profis: Die Lektüre dieser Inhalte ist vollständig freiwillig und geschieht in Eigenverantwortung der Besucher. Sollten Reichweitenmessungen und damit potentielle Erhebung persönlicher Daten erfolgen, liegen sie vollständig außerhalb meiner Kontrolle und Zugriffsmöglichkeiten, da ich für diese Beiträge eine technische Plattform nutze, die fremdadministriert ist und da kostenlos keine Weisungen seiner Nutzer entgegennimmt. Ich verbitte mir daher jegliche Nötigung in derzeit beobachtbare Datenschutzerpressung seitens der zuständigen Stellen und deren Praxis, die Verantwortung für Datenerhebung wegen einfacherer Verfolgung auf Inhalteanbieter abzuwälzen. Wer seine Daten nicht preisgeben will, darf eben schlicht und wenig ergreifend das Internet nicht nutzen, ganz einfach. Ich weise jegliche Haftbarmachung für die hier hinterlegten Inhalte von mir und schließe jegliche Garantien der üblichen Art aus. Dieser Ort im Web ist eine Plattform meiner persönlichen Meinungsäußerung, die ich mir durch nichts und niemanden verbieten lasse. Konkret führe ich hier entsprechend meiner

Aktualisierung vom 08.12.2012 aus: Ich berufe mich – wie andernorts im World Wide Web empfohlen – in bezug auf die hier veröffentlichten Inhalte auf diese Artikel und Absätze im Grundgesetz sowie auf UN-Recht:

-Art. 5 Abs. 1 S. 1 Grundgesetz (Meinungsfreiheit)
-Art. 5 Abs. 1 S. 2 Grundgesetz (Informationsfreiheit)
-Art. 5 Abs. 1 S. 3 Grundgesetz (Pressefreiheit)
-Art. 5 Abs. 1 S. 4 Grundgesetz (Zensurverbot)
-Art. 19 Allgem. Erkl. der Menschenrechte sowie Art. 19 Uno-Zivilpakt (Meinungs- und Informationsfreiheit auch Staatsgrenzen überschreitend)
-Art. 1 von Uno-Resolution 53/144 (schützt das Recht, sich für die Menschenrechte zu engagieren)

Ich bin der Rechtsauffassung, dass Blogger sich durch ihre Arbeit aktiv für die Verwirklichung von Menschenrechten und Meinungs-, Informations- und Pressefreiheit einsetzen, somit also insoweit unter dem Schutz der Uno-Resolution 53/144 zum Schutze von Menschenrechtsaktivisten stehen da sie die Ausübung dieser Rechte wahrnehmen.

Resolution zum Schutz von Menschenrechtsaktivisten hier einsehbar (bitte Link klicken).

Keine kostenpflichtige Abmahnung ohne vorherigen Kontakt:

Dennoch erfolgende kostenpflichtige Abmahnungen ohne vorherige Kontaktaufnahme werde ich vollumfänglich zurückweisen und behalte mir vor, Klagen gegen die abmahnende Partei wegen Verletzung vorgenannter Bestimmungen einzureichen. Ich behalte mir desweiteren ausdrücklich vor, den für diese Arbeiten erforderlichen Aufwand an Arbeitszeit sowie eventuell entstehende Rechtsberatungskosten in Rechnung zu stellen.


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