Kritische Betrachtung der „Marienthal-Studie“

Einem G+-Kontakt – Danke, Monika! – verdanke ich den Hinweis auf die sog. Marienthal-Studie. Sie gilt als Klassiker empirischer Sozialforschung bzw. Feldforschung oder gar als deren Begründerin. Stark vereinfacht gesagt erhob die Studie anhand zahlreicher Fallstudien und Interviews mit den Betroffenen einer österreichischen Gemeinde in den 30-er Jahren Daten zur Frage, wie sich Langzeitarbeitslosigkeit in sozio-kultureller und sozio-psychologischer Hinsicht auswirkt. Da mir immer daran gelegen ist, mindestens zwei Seiten der Medaille kennenzulernen um wengistens ansatzweise Ausgewogenheit herzustellen um mir eine wenigstens halbwegs fundierte Meinung bilden zu können, habe ich auch gezielt nach Kritikern der Studie gesucht und bin auf dieses fesselnde Papier gestossen. Der Beitrag entlarvt eine mangelhafte bzw. einseitige Betrachtung der ursprünglichen Studie im Hinblick auf die Definition von „Zeitbudget“ und individuellem Zeiterleben. Das Papier differenziert diesen Begriff desweiteren und stellt ihn in Zusammenhang mit persönlich erlernten Bewältigungsstrategien. Wem 13 Seiten Text zu viel ist, dem möchte ich mindestens Abschnitt 4 – „Zeitpolitische Implikationen“ – ans Herz legen. Da wird dann auch in besonders eklatanter Weise sichtbar, wie umfassend das gegenwärtige politische Personal quer durch alle Parteien hindurch auf ganzer Linie versagt. Der Link nochmal im Klartext:

http://www.zeitpolitik.de/pdfs/vortrag_rogge.pdf

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Über renovatio06

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