Die Hartz IV Blogger – ALG 2 Empfänger klagen an

Heute gefunden und im Lichte meiner eigenen Erfahrungen mit dieser kriminellen Erniedrigungs-, Mißhandlungs- und Diskriminierungsmaschine namens „Job Center“ – wobei meine Wortwahl sich hier nach meinen persönlichen Erfahrungen ausschließlich und ausdrücklich nur auf die „Leistungs“abteilung bezieht – für nachvollziehbar und infolgedessen glaubwürdig befunden:

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Im „Anklagen“ schwingt für viele natürlich immer auch „Jammern“ mit – manche setzen diese Begriffe sogar gleich. Nichtbetroffene vergessen bei solchen Bewertungen gern, dass die bisherige Lebenserfahrung, Lösungsstrategien und die eigenen als positiv erkannten Qualitäten ab sofort nichts mehr wert und zur Lösung der Situation „arbeitslos“ oftmals sogar hinderlich sind. Eigeninitiative, Motivation, Lösungskompetenz – davon will die Sachbearbeitung nichts wissen. Vielmehr muss man aus den oben geschilderten und anderen Berichten häufig den Eindruck gewinnen, als würden gerade die besonders Aktiven zielstrebig zermürbt, ausgelutscht, mit Sanktionen traktiert, hintergangen und insgesamt nach allen Regeln der „Kunst“ gemobbt! Prominentestes Beispiel ist wohl Johannes Ponader, seines Zeichens politischer Geschäftsführer der Piratenpartei, dem das für ihn zuständige Jobcenter in unerträglich penetranter Weise ständig Sozialbetrug anzuhängen versuchte, weil es nicht in den Amtsschädel wollte, dass Sozialleistungsempfänger womöglich bereit sein könnten, ehrenamtlich – also „für umme“ – zu arbeiten. Dabei ist die Debatte darüber, ob die bislang ehrenamtlichen „Bürger, die Politik machen“ künftig Bezüge (Diäten) erhalten sollen, ja sogar ein Thema in der Tagespresse gewesen. Wird Mitarbeitern der Jobcenter das Lesen der Tagesmeldungen verboten? Oder wie soll man sich die Reaktionen in diesem Fall sonst erklären?

Wer sich das bißchen „Mühe“ macht, die einseitige Meinungsmache vorwiegend der Springer-Presse kritisch zu hinterfragen, ein bißchen querzulesen vielleicht oder sich eben auf die Berichte derjenigen einzulassen, die diese zutiefst perfide und zynische PR-Fabrik für skrupellose Politiker gerade am eigenen Leib zu spüren bekommen, deren Lebenswerk ohne eigenes Verschulden mit an das Dritte Reich erinnernder Gründlichkeit zerstört wird, die wegen Krankheit, Behinderung oder aus anderen nicht-verschuldeten vitalen Gründen diskriminiert, entehrt, ja sogar in einer Weise behandelt werden, die implizit die potentielle Todesfolge billigt, der kann zu keinem anderen Ergebnis kommen als diesem: Hartz IV ist verfassungswidrig und muss weg!

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Über renovatio06

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